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Untersuchungen

TRUS – transrektaler Ultraschall

Der Prostatakrebs ist mittlerweile die häufigste bösartige Erkrankung des Mannes ab dem 60. Lebensjahr – 70.000 neu erkrankte Männer in Deutschland pro Jahr sprechen für sich.

Die Tastuntersuchung als Standard-Untersuchung der Prostata ist zwar nicht gänzlich überholt, allerdings muss sie nach heutigem Stand der Wissenschaft mit Laboruntersuchungen und bildgebenden Methoden ergänzt werden, um eine seriöse Aussage treffen zu können.
In der Prostatadiagnostik hat der TRUS einen hohen Stellenwert. Über eine durch den Enddarm eingeführte Ultraschallstabsonde sind hervorragende Aussagen über die Beschaffenheit des Prostatagewebes oder die Größe der Prostata möglich. Die Option der farbcodierten Duplexsonographie kann bei dieser Untersuchung zusätzliche Informationen geben.
Die transrektale Sonographie ist weitestgehend schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen.

Als Wunschleistung und zur besonderen, ergänzend bildgebenden Ultraschalluntersuchung der Prostata dient der transrektale Sonographie Prostata.

transrektales Ultraschallbild (TRUS)

transrektales Ultraschallbild (TRUS) (c) Dr. Andreas Kühne

 

3D TRUS

Veränderungen des Prostatagewebes sind durch den 3D-TRUS in einer ungewöhnlich hohen Detailtiefe und Genauigkeit darstellbar, die durch die gewöhnliche TRUS-Untersuchung nicht zu erreichen sind. Prostataveränderungen können mit 3D-TRUS genauer lokalisiert werden. Für eine Vorsorgeuntersuchung oder eine anstehende Prostatabiopsie ein hervorragendes Mittel zur Untersuchungsergänzung 3D Sonographie Prostata.

3 dimensionales transrektales Ultraschallbild (3D-TRUS) (c) Dr. Andreas Kühne

3 dimensionales transrektales Ultraschallbild (3D-TRUS) (c) Dr. Andreas Kühne

 

Röntgen

In der Praxis werden Röntgenuntersuchungen der ableitenden Harnwege und gesonderte Darstellungen der Harnblase und Harnröhre mit und ohne Kontrastmittel für bestimmte Indikationen durchgeführt.

Indikationen:

• entzündliche Erkrankungen der Harnorgane
• Fehlbildungen und Anomalien des Nieren- und/oder harnableitenden Systems (Harnleiter und Harnblase)
• Harnstauung
• präoperative Beurteilung des Ureterverlaufs (Harnleiterverlaufs) z. B. vor gynäkologischen Operationen
• Urolithiasis (Harnsteinleiden) bzw. steinbedingte Erkrankungen der Harnorgane
• tumoröse Erkrankungen der Harnorgane
• Zysten (Hohlräume)

Für die Röntgenuntersuchung der Nieren (IVP) ist meistens eine Röntgenkontrastmittelgabe erforderlich ist.

Das Kontrastmittel wird in eine Vene (z.B. in der Ellenbeuge) injiziert. Es handelt sich um ein so genanntes nichtionisches jodhaltiges Kontrastmittel. Das zügig über die Nieren ausgeschieden wird.

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Zystoskopie

Der Urologe empfiehlt die Blasenspiegelung, wenn er eine Erkrankung der Harnblase oder der Harnröhre vermutet. Blutbeimengungen im Urin, häufiger Harndrang und häufige Blasenentzündungen können z.B. Gründe sein, eine Blasenspiegelung zu veranlassen. Die Spiegelung kann dabei zum Erkennen von Blasentumoren, Blasensteinen, einer Vergrößerung der Prostata oder Verengungen der Harnröhre beitragen. Die Zystoskopie wird ambulant in der Praxis durchgeführt und dauert in der Regel nur wenige Minuten.

blasenspiegelung
zystoskopisch dargestellter Blasentumor

Vor dem Einführen des Zystoskops wird die Umgebung der Harnröhrenöffnung gründlich gesäubert. Bei der Frau ist die Zystoskopie aufgrund der kürzeren Harnröhre einfacher durchzuführen als beim Mann. Damit die Untersuchung schmerzfrei erfolgen kann, wird ein Gleitmittel, dem ein örtliches Betäubungsmittel zugesetzt ist, in die Harnröhre eingebracht. Anschließend wird das Zystoskop langsam über die Harnröhre in die Harnblase geschoben. Gleichzeitig wird die Blase mit einer wässrigen Flüssigkeit aufgefüllt, damit sie immer gut entfaltet ist. Hierdurch und durch die helle Ausleuchtung des Hohlorgans kann der Urologe die Blasenschleimhaut unter besten Bedingungen untersuchen. Eine spezielle Vorbereitung seitens des Patienten, z.B. eine vorherige Blasenentleerung, ist nicht notwendig.

In der Praxis wird die schonende flexible Zystoskopie angewendet.

fexible Zystoskopie

Flexible Urethrozystoskopie