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Harnsteinleiden

In den letzten Jahren hat die Häufigkeit der Harnsteinerkrankung in den westlich geprägten Industrienationen deutlich zugenommen. Auch immer mehr Deutsche leiden an Harnsteinen: Heute ist fast jeder 20. Bundesbürger einmal oder mehrfach im Leben von Harnsteinen betroffen.

Harnsteine können im gesamten Harntrakt vorkommen. So spricht man u.a. von Nierensteinen, Harnleitersteinen und Blasensteinen. Während Blasensteine meist bei Blasenentleerungsstörungen entstehen, welche in der Regel gut behoben werden können, treten Nieren- und Harnleitersteine aufgrund von nicht optimalen Ernährungsgewohnheiten oder durch Stoffwechselstörungen auf.
Nierensteine selbst führen zunächst zu keinen typischen Beschwerden, selbst große Steine (Ausgusssteine) werden von den Patienten meist selbst nicht bemerkt. Fällt dagegen ein Stein oder ein Fragment aus der Niere in den Harnleiter, führt dieser in der Regel zu einer Harnabflußstörung und zu einem Harnstau. Diese ist sehr schmerzhaft und führt zu den typischen Nierenkoliken.

In der Praxis wird dann nach der medikamentösen Schmerzbehandlung mittels Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen die Größe und Lokalisation des Steins festgestellt und die weitere Behandlung geplant.